Schon immer fasziniert von der Musik des Flamenco und Fado, wuchs ich als Sohn spanischer Eltern in Deutschland auf und brachte mir das Gitarrespielen selbst bei. Nun bin ich schon fast bühnenreif und möchte Sie hier über das Leben als Spanier in Deutschland und meine Lieblingsmusik informieren.
Fado ist vom lateinischen "fatum" und bedeutet "Schicksal" bzw. "göttlicher Wille". Dabei handelt es sich um einen portugiesischen Musikstil, der sich inhaltlich meist mit dem Thema unglückliche Liebe und Sehnsucht auseinander setzt. Aus diesem Grund spiele ich die Songs auch häufig bei Liebeskummer und Herzschmerz, da er dann am besten unter die Haut geht und nicht nur den Menschen in Spanien und Portugal, sondern auch Deutschland gefällt. Dazu verwende ich meine portugiesische Gitarre, die gezupft wird und kleiner ist, als klassische Gitarren. Wichtig beim Fado ist, dass der Applaus bereits vorm Ende des Lieds einsetzt. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass der Fado sehr lange ausgedehnt werden kann.
Ebenso verfallen als gebürtiger Spanier bin ich dem Flamenco, der aus Andalusien stammt. In Spanien gilt er als traditioneller Tanz, hat jedoch auch Einflüsse von anderen Kulturen. Die Gitarre wird hierbei zusätzlich zum Gesang eingesetzt. Flamenco bedeutet in spanischer Sprache einen Andalusier mit Roma-Wurzeln oder einen Flamen. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Begriff dann auch für das Musikgenre verwendet. Gerne wird jedoch auch gesagt, dass der Name von der Ähnlichkeit des Tänzers mit einem Flamingo entstand. Egal, warum er so heißt, nutze ich zusätzlich zu den Gitarren auch gern Kastagnetten und versprühe gute Laune und spanisches Flair, das ich hoffentlich einmal in einem Konzert auf deutscher Bühne präsentieren kann. Bis dahin halte ich Sie in meinem Blog auf dem Laufenden. Ihr Miguel!